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Aalschutz-Initiative Rheinland-Pfalz & innogy SE

Die Mosel ist ein staureguliertes Gewässer, in dessen Verlauf es insgesamt 31 Staustufen und 17 Wasserkraftanlagen gibt (IKSMS, 2010). Aale, die aus diesem Gewässersystem abwandern, müssen zum Teil mehrere Wasserkraftanlagen nacheinander passieren, um in den Rhein und schließlich ins Meer zu gelangen. Die Passage jeder Wasserkraftanlage reduziert dabei die Wahrscheinlichkeit, dass die Aale es unbeschadet bis zum Meer schaffen. In verschiedenen Fischereiversuchen an der Mosel wurden an einzelnen Wasserkraftanlagen die Schädigungsziffern für abwandernde Aale ermittelt. Dabei wurde zum einen eine mittlere Schädigungsziffervon 23 % ermittelt und zum anderen in einem Einzelversuch eine Schädigungsziffer von 34 % (AALSCHUTZ-INITIATIVE RHEINLAND-PFALZ/RWE ENERGIE AG, 1999; GIER ET AL., 2011). Zum Erhalt des Aalbestands in der Mosel und der Saar ist im Jahr 1995 die Aalschutz-Initiative Rheinland-Pfalz/RWE Energie AG (jetzt innogy SE) gegründet worden. Das Ziel der Initiative ist es, "unter Wahrung der Belange der Kraftwerksbetreiber gemeinsam nach den besten Lösungen zur Verhinderung oder erheblichen Verringerung der Fischereischäden zu suchen" (RWE ENERGIE AG UND LAND RHEINLAND-PFALZ, 1995). Hierfür sind von der Aalschutz-Initiative drei Projektaktivitäten erarbeitet.

Diese Publikation stellt die bisher durchgeführten Maßnahmen der Aalschutz-Initiative und ihrer Kooperationspartner dar und fasst diese für eine Standortbestimmung der einzelnen Projektaktivitäten sowie des übergeordneten Projektziels zusammen. Des Weiteren werden auf der Grundlage der vorhandenen Wissensdefizite der aktuelle Forschungsbedarf im Bereich des Aalschutzes innerhalb des Projekts identifiziert. Der Fachbericht "20 Jahre aktive Partnerschaft für den Aal an Mosel und Saar" [pdf, 7.9 MB] steht als Download zur Verfügung.

Beschreibung Fischschutzeinrichtung 
Die Aalschutz-Initiative erarbeitete drei Projektaktivitäten, die kurz-, mittel- und langfristig den Schutz des Aals ermöglichen sollen: • Projektaktivität A – Fischen und Umsetzen • Projektaktivität B – Früherkennen und Steuern • Projektaktivität C – Abweisen und Umlenken
Laufzeit des Vorhabens 
30. November 2016
Beteiligte Institutionen 
(Auftraggeber Begleituntersuchung)
(Auftraggeber Begleituntersuchung)
(Auftraggeber Begleituntersuchung)
Ansprechpartner 

Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz
Dipl.-Biol. Lothar Kroll

E-Mail: Lothar.kroll@lfu.rlp.de

Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
Stephan Wagner

E-Mail: Stephan.wagner@sgdnord.rlp.de

Innogy SE
Ing. Susanne Teggers-Junge

E-Mail: Susanne.teggers-junge@innogy.com

Finanzierung 

Land Rheinland-Pfalz

Logo der Aaschutz-Initiative Rheinland-Pfalz / innogy SE mit einem grauen Aal über einer Wassertreppenstufe, abwärts blickend.
Eintrag erstellt am: 17. Juli 2017
Zuletzt geändert am: 20. Juli 2017