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Das Wehr an der Schiltach befindet sich etwa 1 km oberhalb der Mündung in die Kinzig. An der rechten Wehrseite befindet sich die Ausleitung in einen unterirdischen Kanal, der zur WKA führt. Das Ausleitungskraftwerk ist mit einer Kaplanturbine mit einer Ausbauleistung von 64kW ausgestattet. Der Durchfluss liegt bei 2,7m³/s. Als Fischschutzmaßnahme wurde ein 10 mm-Rechen installiert. Die Schiltach ist hier laut Bewirtschaftungsplan Baden-Württemberg, Bearbeitungsgebiet Oberrhein, ein Lachsgewässer mit erhöhtem Migrationsbedarf. Die Wasserkraftanlage wurde 2008 in Betrieb genommen und hat eine Bewilligung für 40 Jahre. (In: Anderer, Pia; Dumont, Ulrich; Massmann, Edith; Keuneke, Rita(2012): Wasserkraftnutzung in Deutschland Wasserrechtliche Aspekte, ökologisches Modernisierungspotenzial und Fördermöglichkeiten. Hrsg.: Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau, 389 Seiten. ISSN 1862-4804).

Beschreibung Fischschutzeinrichtung 

Der vertikale Rechen ist mit einem Stababstand von 10 mm, abgerundeten Stabstirnseiten und einer Anströmgeschwindigkeit von 0,3 m³/s für den Fischschutz in einem Lachsgewässer geeignet. Der Rechen ist am Einlauf zur Rohrleitung, parallel zum Ufer angeordnet un besitzt einen Neigungswinkel zur Sohle von 80°. (In: Anderer, Pia; Dumont, Ulrich; Massmann, Edith; Keuneke, Rita(2012): Wasserkraftnutzung in Deutschland Wasserrechtliche Aspekte, ökologisches Modernisierungspotenzial und Fördermöglichkeiten. Hrsg.: Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau, 389 Seiten. ISSN 1862-4804).

Beschreibung Fischabstiegseinrichtung 

Für den Abstieg wurden an der rechten Wehrseite, wo der Zulauft zur WKA beginnt, Eintrittsfenster im Rechen zur Spülrinne eingebaut. (Fensterdimensionen: ca. 0,2 x 0,7 m²) Diese sind oberflächennah gebaut und somit von Vorteil für die Lachssmolts. (In: Anderer, Pia; Dumont, Ulrich; Massmann, Edith; Keuneke, Rita(2012): Wasserkraftnutzung in Deutschland Wasserrechtliche Aspekte, ökologisches Modernisierungspotenzial und Fördermöglichkeiten. Hrsg.: Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau, 389 Seiten. ISSN 1862-4804).

Beschreibung der Begleituntersuchung 

Laut BLASEL (2010) gibt es am Einstieg zum Bypass zeitweilig starke Wirbel mit Richtungsumkehr. Der Einstieg in den Bypass erfolgt über eine Trapezöffnung, die in einen abgelösten Wasserstrahl führt. Dies wird als Abstiegshemmnis gesehen. Die Wassertiefe im Unterwasser des Bypassauslaufs sei mit 45 cm zu gering. Auf der Grundlage der Ergebnisse von BLASEL (2010) erfolgten in enger Abstimmung mit dem Betreiber Modifikationen am Bypass, sodass dort ein kontinuierlicher Strömungsverlauf erreicht wurde (pers. Mitteilung Planungsbüro Gross). Darüber hinaus wurde die Wassertiefe an der Bypassmündung auf 1 m erhöht, was bei der am Ende der Bypassrutsche auftretenden Fallhöhe als ausreichend für ein schadensfreies Eintauchen für dort abwandernde Fische angesehen werden kann. (BLASEL (2010): Funktionskontrollen an Fischabstiegsanlagen unterschiedlichen Bautyps in Baden- Württemberg, Vortrag im Rahmen der 21. SVK-Fischereitagung des Sachverständigen Kuratoriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau, Landespflege, Weinbau, Binnefischerei, Pferde (SVK), Bad Nenndorf, am 15.3. und 16.3.2010 in Künzell) (In: Anderer, Pia; Dumont, Ulrich; Massmann, Edith; Keuneke, Rita(2012): Wasserkraftnutzung in Deutschland Wasserrechtliche Aspekte, ökologisches Modernisierungspotenzial und Fördermöglichkeiten. Hrsg.: Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau, 389 Seiten. ISSN 1862-4804).

Gewässer 
Schiltach
Koordinaten 
Breitengrad: 48° 17' 12.901" N
Längengrad: 8° 20' 43.8" E
Eintrag erstellt am: 07. April 2017
Zuletzt geändert am: 10. April 2017