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Cover des DWA-Themenbands zu Fischschutz (8/2021)
Grundlagen & Aktivitäten

Der DWA-Themenband "Funktionskontrolle von Fischaufstiegs- und Fischabstiegsanlagen" gibt einen Überblick über die verfügbaren Untersuchungsmethoden für vergleichbare und aussagekräftige Studien zur Bewertung von Fischschutz- und Fischabstiegsanlagen. Schwerpunkt ist die standortbezogene Durchgängigkeit für stromabwärts wandernde Fische. Damit sollen Grundlagen für eine objektive Erfassung der Schädigung von Fischen und der Effizienz von Fischschutz- und Fischabstiegsanlagen bereitgestellt werden. Das adäquate Untersuchungsdesign ermöglicht reproduzierbare Ergebnisse, um den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu verbessern und standörtliche Lösungen zu evaluieren. Der Themenband entstand durch Fortschreibung und Ergänzung des Gutachtens "Arbeitshilfe zur standörtlichen Evaluierung des Fischschutzes und Fischabstieges" (Schmalz et al., 2015), das im Auftrag des Umweltbundesamts im Rahmen des Forums Fischschutz erstellt wurde.

Forschung & Entwicklung

In diesem Verzeichnis wurden Literaturhinweise auf Berichte, Gutachten und Veröffentlichungen zum Thema Fischschutz und Fischabstieg zusammengetragen und strukturiert erfasst.

Standort

Weiterführende Informationen zum Standort "Lunz am See" finden Sie in dem "Verzeichnis von Berichten und Gutachten zum Thema Fischschutz und Fischabstieg" unter: "Fischereibiologische Untersuchung zur flussabwärts gerichteten Passierbarkeit der Wasserkraftschnecke Lunz am See".

Standort

Weiterführende Informationen zum Standort "Rottau" finden Sie in dem "Verzeichnis von Berichten und Gutachten zum Thema Fischschutz und Fischabstieg" unter: "Fischökologisches Monitoring und Variantenstudie zur Fischrückwanderung am Wehr Rottau, Untere Möll".

Standort

Weiterführende Informationen zum Standort "Wien" finden Sie in dem "Verzeichnis von Berichten und Gutachten zum Thema Fischschutz und Fischabstieg" unter: "Drift of juvenile freshwater fish in late autumn in a Danube tributary.", "Fish drift in a Danube/sidearm-system: I. Site-, species-, and stage-specific drift.", "Fish drift in a Danube/sidearm-system: II. Seasonal and diurnal patterns.". 

Factsheet

Methodische Empfehlungen zur Quantifizierung des Schädigungs- und Mortalitätsrisikos von Fischen bei der Passage von Wasserkraftstandorten

Die Kernaussagen des Fact Sheets Nr. 03 sind:

Standort

Das Kraftwerk Laganda, auch Lehrlmühle genannt, ist ein von der Familie Laganda betriebenes Kraftwerk. Zwischen 2015 und 2017 wurde es technisch erneuert und mit einem vertical-slot Fischaufstieg, einem Feinrechen sowie einer Fischabstiegsklappe ausgestattet. Die Anlage Laganda hat eine Ausbauleistung von 195 kW bei einer Fallhöhe von 3,09 m und einem Schluckvermögen von 8 m³/s. Das Jahresarbeitsvermögen wird mit 1.130 MWh beziffert. Im Zuge der Erneuerung des Kraftwerks wurde eine Kaplan Turbine mit vier Laufradschaufeln und einem Durchmesser von 1,6 m (Drehzahl 169 U/min.) verbaut.

Standort

Das Kraftwerk Ebewe wurde im Zuge des Umbaus bis 2015 mit einer Kaplan Turbine (vier Schaufeln, 1,75 m Durchmesser, 145 U/min.) ausgestattet. Die Engpassleistung beträgt 157 kW, die durchschnittliche Jahreserzeugung wird mit 0,98 MWh angegeben. Die Fallhöhe beträgt 2,6 m. Im Zuge einer Erneuerung des Kraftwerks wurde dort bis 2015 ebenfalls eine FAH, ein Feinrechen vor dem Turbineneinlauf und eine Abstiegsklappe errichtet. Das Kraftwerk Ebewe wird von der Firma Sandoz auf deren Werksgelände betrieben.

Standort

Das Ausleitungskraftwerk Kleinarl wurde 2013 in Betrieb genommen und befindet sich in der Gemeinde Kleinarl an der Kleinarler Ache. Die Fallhöhe der Anlage beträgt 71,7 m, die Ausbauwassermenge ist mit 3,3 m³/s angegeben. Zur Stromproduktion werden zwei Francisturbinen betrieben. Die Engpassleistung des KW Kleinarl ist mit 1,84 MW beziffert, das Regelarbeitsvermögen beträgt 8.700 MWh.

Standort

Das Wasserkraftwerk Fritzbach wurde 2015 in Betrieb genommen und befindet sich im unteren Bereich des Fritzbaches. Die Wasserfassung liegt am unteren Ortsende der Gemeinde Hüttau, das Kraftwerk selbst am unteren Ende des Fritzbaches in der Gemeinde Pfarrwerfen bei der Mündung in die Salzach. Die Länge der Ausleitungsstrecke beträgt 8,7 km bei einer Fallhöhe von 159 m. Zur Stromerzeugung wird eine 6-düsige Peltonturbine verwendet. Die Engpassleistung der Anlage beträgt 5,4 MW bei einem Ausbaudurchfluss von 4,5 m³/s. Die durchschnittliche Jahreserzeugung wird mit 28.000 MWh angegeben.

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