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Die WKA Sachtleben am Spitzteichwehr befindet sich an der Kinzig, welche von der Mündung in den Rhein bei Kehl bis nach Alpirsbach ein Gewässer I. Ordnung ist. Das Spitzteichwehr bei Flusskilometer 58,3 (Basisstationierung) wurde Ende des 19. Jahrhunderts – ursprünglich für den Betrieb einer Zellstofffabrik – errichtet. Die Kinzig ist mit der Zielvorgabe zur "Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit" als Programmstrecke im Maßnahmenplan zur Umsetzung der WRRL ausgewiesen. Zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit wurde ein Fischschutz mit sohl- und oberflächennahem Abstieg errichtet, eine neue Fischaufstiegsanlage gebaut und ein ökologisch angemessener Mindestabfluss festgelegt.

Land 
Bundesland 
Flussgebiet 
Gewässer 
Kinzig
Fischregion 
Fischschutzeinrichtung 
Baujahr Fischschutzeinrichtung 
≻ 2010 ≺ = 2015
Dotation Bypass 
0,50 m³/s
Beschreibung Fischschutzeinrichtung 

An der WKA Sachtleben kommt ein Horizontalrechensystem mit einem lichten Stababstand von max. 15 mm zum Einsatz. Durch die zur Anströmrichtung geneigte Anordnung des Feinrechens soll eine Leitwirkung zur Abstiegseinrichtung erfolgen. Bei den verbauten Abmessungen des Rechenfeldes mit L x B ca. 13 m x 1,3 m beträgt die Anströmgeschwindigkeit bei Ausbaudurchfluss < 0,5 m/s.

Höhe des größten Rechenfeldes  
1,30 m
Breite des größten Rechenfeldes 
13,00 m
Stababstand Rechen 
≻ 10mm ≺= 15mm
Anzahl der Rechenfelder 
1
Fischabstiegseinrichtung 
Bypass
oberflächennaher Bypass
sohlnaher Bypass
Baujahr Fischabstiegseinrichtung 
≻ 2010 ≺ = 2015
Beschreibung Fischabstiegseinrichtung 

Das Fischabstiegssystem mit Abstiegskorridor und festem Bremswehr wird mit einer Wassermenge von 500 l/s betrieben. Die Abflusskontrolle bzw. Regulierung der zuströmenden Betriebswassermenge erfolgt durch die Überströmung des festen Bremswehres. Die lichte Breite des Abstiegskorridors beträgt 0,60 m. Die Wassertiefen variieren zwischen 0,60 bis 2,20 m. Die Fließgeschwindigkeiten liegen am Einstieg bei ca. 0,5 m/s und steigen bis zur Oberkante des festen Bremswehres bis auf ca. 1,4 m/s an. Die Anströmseite des Bremswehres ist mit einem Anstiegswinkel von max. 15,0° ausgeführt, der Abströmbereich mit einem Winkel von ca. 25° geneigt. Bei dieser Ausführung des Fischabstiegssystems kann durch die Trennung der Korridore für Rechengutweitergabe und Fischabstieg am Eintrittsquerschnitt des Fischabstieges auf eine bewegliche Konstruktion verzichtet werden.

Ansprechpartner 

Hydro-Energie Roth GmbH (Gesamtplanung)

Tel: +49-721-4768862

www.hydroenergie.de

Beteiligte Institutionen 
(Gesamtplanung Fischschutz und Fischabstieg)
Bildergalerie 
Foto: Hydro-Energie Roth GmbH
Foto: Hydro-Energie Roth GmbH
Foto: Hydro-Energie Roth GmbH
Eintrag erstellt am: 08. März 2017
Zuletzt geändert am: 25. März 2020