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Standort

Der Einfluss der Wasserkraftanlagen auf die Blankaalmortalität im Wesergebiet ist mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblich. Dies ist in der kumulativen Sterblichkeit durch die hintereinander liegenden Wasserkraftanlagen begründet, die von abwandernden Aalen überwunden werden müssen. Um die Blankaalmortalität möglichst umgehend zu verringern, erfolgten zunächst für den Zeitraum 2017 bis 2019 Fang- und Transportmaßnahmen im Rahmen des sogenannten "Aaltaxi Weser“. Parallel erfolgte mit Landesmitteln eine wissenschaftliche Untersuchung zur möglichen Schädigung der Blankaale durch Fang und Hälterung, um die Effekte des Fang und Transports als Maßnahme zur Verbesserung der Blankaalabwanderung besser bewerten zu können.

Standort

Das Thünen-Institut für Fischereiökologie in Bremerhaven untersucht von Januar 2020 bis Dezember 2022 die Blankaal-Abwanderung in der niedersächsischen Ems. Forschungziel ist es zur Verbesserung von Management, Bewirtschaftung und Schutz des Europäischen Aals beizutragen.

Cover des DWA-Themenbands zu Fischschutz (8/2021)
Grundlagen & Aktivitäten

Der DWA-Themenband "Methodische Grundlagen zur standörtlichen Evaluierung des Fischschutzes und Fischabstiegs" gibt einen Überblick über die verfügbaren Untersuchungsmethoden für vergleichbare und aussagekräftige Studien zur Bewertung von Fischschutz- und Fischabstiegsanlagen. Schwerpunkt ist die standortbezogene Durchgängigkeit für stromabwärts wandernde Fische. Damit sollen Grundlagen für eine objektive Erfassung der Schädigung von Fischen und der Effizienz von Fischschutz- und Fischabstiegsanlagen bereitgestellt werden. Das adäquate Untersuchungsdesign ermöglicht reproduzierbare Ergebnisse, um den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu verbessern und standörtliche Lösungen zu evaluieren. Der Themenband entstand durch Fortschreibung und Ergänzung des Gutachtens "Arbeitshilfe zur standörtlichen Evaluierung des Fischschutzes und Fischabstieges" (Schmalz et al., 2015), das im Auftrag des Umweltbundesamts im Rahmen des Forums Fischschutz & Fischabstieg erstellt wurde.

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Bei Alarm durch den MIGROMAT werden alle Laufwasserkraftwerke von Statkraft an Fulda, Werra und Weser automatisch in einen aalschonenden Betriebsmodus überführt und nach Abklingen einer Abwanderwelle wieder in den Normalbetrieb zurückgestellt. Migromaten sind an den Kraftwerkstandorten Petershagen, Langwedel (beide Weser), Werrawerk (Werra) und in Wahnhausen (Fulda) installiert. Quelle: Statkraft Markets GmbH. Aalschonendes Betriebsmanagement.

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Die Wasserkraftanlage Philippsthal wurde 2013 modernisiert. Die Anlage hat einen Gesamtausbaudurchfluss von 26,4 m3/s bei einer Fallhöhe von  2,60 m. Bei den zum Einsatz kommenden Turbinen handelt es sich um eine Kaplanturbine und eine Francis-Turbine. Außerdem ist eine Restwasserschnecke vorhanden.

Die gesamte installierte Leistung beträgt 400 kW.

Im Jahr 2013 wurde die Anlage modernisiert und eine Fischaufstiegsanlage als Schlitzpass eingebaut.

Standort

 Weiterführende Informationen zum Standort "Erdmannsdorf" finden Sie in dem "Verzeichnis von Berichten und Gutachten zum Thema Fischschutz und Fischabstieg" unter: "Untersuchungen zu Fischschäden beim Fischabstieg über ein Wasserrad an der Schlossmühle in Reurieth.".

Standort

 Weiterführende Informationen zum Standort "Spichra" finden Sie in dem "Verzeichnis von Berichten und Gutachten zum Thema Fischschutz und Fischabstieg" unter: "Prognose potentieller Effekte der Vergrößerung der Fallhöhe am Wehr der Wasserkraftanlage in Spichra (Werra) auf die Fischfauna".

Standort

Weiterführende Informationen zum Standort "Ratscher" finden Sie in dem "Verzeichnis von Berichten und Gutachten zum Thema Fischschutz und Fischabstieg" unter: "Beeinträchtigungspotential von Wasserspeichern ausgetragenen Fischen auf das anschließende Fliegewässer am Beispiel der Talsperre Ratscher und der Schleuse".

Standort

Weiterführende Informationen zum Standort "Gronau (Leine)" finden Sie in dem "Verzeichnis von Berichten und Gutachten zum Thema Fischschutz und Fischabstieg" unter: "Überprüfung der turbinenbedingten fischereilichen Sterblichkeit und der Effektivität des Fluchtrohres am Wasserkraftwerk Streichwehr Gronau (Leine)".

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Weiterführende Informationen zum Standort "Pfortmühle (Hameln)" finden Sie in dem "Verzeichnis von Berichten und Gutachten zum Thema Fischschutz und Fischabstieg" unter: "Überprüfung der Funktionsfähigkeit des Mäanderfischpass im Wasserkraftwerk Pfortmühle (Hameln)".

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